MS Windows 10

2023/11: Windows 10 Build 1507 - 2104 (21H1): Supportende ist erreicht

Die kürzeren Supportzyklen jeder Windows 10 - Build bewirken, dass die ersten Builds 1507 und 1511 bereits 2017 das Supportende erreicht hatten.
 
10/2025: Support-Ende von Windows 10 (22H2).
Eine Version 22H1 gab es für Windows 10 nicht.
 
12/2022: Support-Ende für Version 21H1. (13.12.2022, 18 Monate Support)

05/2022: Supprt-Ende für Version 20H2. (10.05.2022, 18 Monate Support)
 
12/2021: Supprt-Ende für Version 2004. (18 Monate Support)
 
05/2021: Support-Ende für Version 1909.
 
12/2020: Build 1903 lief planmäßig am 08. Dezember 2020 aus.
Das betrifft alle Versionen von Windows 10 Home 1903 über die Versionen Pro, Education, Pro Education, Pro for Workstations, Enterprise bis IoT Enterprise.
 
11/2020: Microsoft hat offenbar begonnen, Systeme mit Windows 10 Version 1903 Home und Pro zwangsweise zu aktualisieren.
Dabei sind die Meldungen wiedersprüchlich. Teilweise wird auf Windows 10 Version 1909, teilweise wohl auch auf Version Version 2004 aktualisiert.
 
08/2020: Microsoft hat den Support für Windows 10 Version 1803 Enterprise, Education und IoT Enterprise überraschend um weitere sechs Monate bis zum 11. Mai 2021 verlängert. Der Support für Home- und Pro-Version ist bereits seit November 2019 ausgelaufen.
Quelle: BornCity

06/2020: Microsoft hat begonnen, Systeme mit Windows 10 Version 1809 Home und Pro zwangsweise auf das Windows 10 Mai 2020 Update (Version 2004) zu aktualisieren.
 

Build 1809 wurde wegen Corona auf 10. November 2020 verlängert.

Ab diesem Zeitpunkt gibt bzw. gab es keine Qualitätsupdates mehr für diese Versionen. Es wird angeraten, auf eine neuere Build zu aktualisieren.
 
Version 1607 folgte im Mai 2019 und 1703 im November 2019.
Für alle Versionen außer Enterprise und Education war Supportende der 1709 im April 2019 und 1803 im November 2019.
 
Die aktuelle Windows-Version können Sie mit dem Befehl "winver" im Suchen-Fenster ermitteln.
 

2020: Windows 10 im Alltag

Windows lebt.
Dieser Satz galt nie so sehr wie bei Windows 10.
Die fortlaufende automatische Aktualisierung des Betriebssystems ist Segen und Fluch zugleich.
Ist das System aber nicht ausgereift und der Anwender wird regelmäßig zum Testkaninchen wider Willen, taugt dieses System der halbjährlichen Aktualisierung nicht für die Praxis.

Ein Bericht der kleinen täglichen Ärgernisse.

• 02/2019 - Heise warnt vor den Windows-Updates und gibt Tips, wie man die Installation verzögern kann (CT.04/2019).
       Bisher galt: "Es handelt grob fahrlässig, wer nicht alle Sicherheitsupdates zeitnah installiert".
       Nun gilt: "Es handelt grob fahrlässig, wer Windows Updates nicht erst selbst testet und reifen läßt".
  Die Liste der von Microsoft zugegebenen Fehler ist so lang wie nie und reicht bis zu zerstörten Systemen und zerstörten Daten,- Microsoft hat die Qualitätssicherung aufgegeben und testet am Nutzer.

• 01/2019 - nahezu täglich neue Probleme bei Windows 10 und allen Online-Komonenten
  - 29.01. - MS löscht Azure Cloud Datenbanken, Transaktionslücken nach dem Restore.
  - 29.01. - Office365, Microsoft365, Azure, Outlook, OneDrive, Sharepoint Online, Exchange Online und Skype sind gestört  
  - 28.01. - MS Defender aktualisiert sich nicht mehr und verursacht SecureBoot Probleme
  - 24.01. - Office 365 ist down, Exchange Online zeitweise nicht verfügbar, Störung zog sich über Tage hin.
  - 12.01. - Netzwerk-Bug im Januar-Update betrifft Windows 10 und andere Versionen
  - 11.01. - Nach Sicherheitsupdate scheitern Zugriffe auf Datenbanken im Access 97 MDB-Format

Abhilfe: keine Cloud für geschäftskritische Anwendungen verwenden.

• 12/2018 - Upgrade 1809 deaktiviert das Administrator-Konto

• 11/2018 - Netzlaufwerke werden beim Start oder im Betrieb nicht sauber eingebunden (rotes "X").

• 11/2018 - die MS Aktivierungsserver fallen aus (für 1 - 2 Tage!!).
  Plötzlich melden bestehende Installationen, dass sie nicht aktiviert sind, und fallen zurück auf Windows 10 Home oder N.
https://bianka-kernchen.de/windows-10-aktivierungsproblem

• 11/2018 - die Dateizuordnung zu Applikationen ist nach einem Update zumindest in den Windows 10 -Versionen 1803, 1809 und 19H1 fehlerhaft.

• 10/2018 - Windows 10 (1809) enthält keine generischen Scanner- und Druckertreiber mehr im Installationsmedium. Diese müssen bei Bedarf online nachgeladen werden. Plug & Play funktioniert damit nur noch mit Internetzugang.

• 10/2018 - Funktionsupdate 1809 löscht Userdateien und hat so viele Bugs, dass das Update nach 2 Tagen wieder für mehr als 4 Wochen zurück gezogen wird.

• 05/2018 - Funktionsupdate 1803 (und 1809) deaktiviert den Comuterschutz (Systemwiederherstellung). Der Schnellstart (Hybridmode) wird automatisch beim Update (1803) aktiviert.

• 05/2018 - Funktionsupdate 1803 für Maschinen mit verschiedenen Intel- und SAMSUNG-SSD wird vorerst gestoppt. DieListe der anfänglichen Fehler ist länger. (BornCity)

• 11/2017 - von einem Tag auf den anderen haben eine Reihe PCs nur noch Standardauflösung und kennen kein HDMI oder keinen Zweischirmbetrieb mehr. Ursache war ein fehlgeschlagenes AMD Radeon Treiber-Update von Microsoft.

• 11/2017 - Build 1507 hat das Supportende erreicht. Das System MUSS jetzt also aktualisiert werden, wenn es Kontakt zum Internet haben soll.

• 10/2017 - Fall Creators Update 1709 legt Installationen lahm, weil der (fremde) Antivirus läuft.
Anwender sollen sämtliche Virenscanner restlos deinstallieren, Gerätetreiber aktualisieren und Fremdsoftware auf Kompatibilität prüfen. Schwer durchzuführen, wenn sich das Update ungefragt allein installiert. Auf allen PCs, zweimal im Jahr!
TEMP-Variablen werden auf Default zurück gesetzt.

• 07/2017 - Build 1507 hat das Supportende erreicht. Das System MUSS jetzt also aktualisiert werden, wenn es Kontakt zum Internet haben soll.

• 04/2017 - Creators Update 1703 setzt alle Standard-Apps zurück, fragt Datenschutzeinstellungen komplett neu ab (es werden keine alten Einstellungen übernommen) und setzt die Einstellungen in allen weiteren Userprofilen auf Default.

• 02/2017 - Der Windows-Taschenrechner geht nicht.
Die Calc - App funktioniert bei einigen PCs, bei anderen widerum nicht. Manchmal hilft es, die App zurück zu setzen. Manchmal nicht.
Laut Internetrecherche ist das Problem durchaus weit verbreitet und besteht bis heute.

Abhilfe: OldCalculator for Win10 oder calc.exe von Windows 7/8 installieren.

• 01/2017 - Desktop-Hintergrundbild kann nicht ausgewählt werden.
Auch dieses Problem tritt auf einigen PCs auf, auf anderen nicht.

Abhilfe: Diashow auswählen und in das Zielverzeichnis nur ein Bild legen.

• 12/2016 - Linksklick auf Startmenue geht in einigen Nutzerprofilen nicht.
Gleichzeitig geht kein Rechtsklick auf angeheftete Programme in der Taskleiste und kein Linksklick auf das Infocenter.
Auch hier ist kein System erkennbar. In manchen Userprofilen geht es. Der Fehler verschwindet manchmal von alleine.

Abhilfe: Windows Classic Shell.

Seit 27. Mai 2020 rollt Microsoft das neue Funktionsupdate 2004 oder 20H1 aus.
Die Installation ist auf dem üblichen Weg möglich.
Das Installationsmedium ist erstmals größer als 4GB und passt somit nicht mehr auf eine FAT-Partition. Boot-USB-Sticks benötigen also 2 Partitionen. RUFUS und der MS Installer beherrschen das.
Die Anmeldung erfolgt nun per Default mit Windows Hello (PIN, Gesichtserkennung, Fingerabdruck). Passwort muß extra aktiviert werden.
Cortana wird zur App und kann auch deinstalliert werden.
Verzichtbare Programme wie Internet Explorer, Paint, Media Player oder Wordpad und Notepad können nun deinstalliert werden.
Die Statusanzeige für Netzwerk wurde völlig überarbeitet und bietet nun deutlich mehr Informationen.
Die leidige Umstellung von öffentlichem in privates Netzwerk soll nun per Klick funktionieren.
Windows Systemreparatur bietet nun die Online-Reparatur mit aktuellem Image an. Daten werden dabei erhalten, Programme gehen verloren.
Bluetooth 5 wird unterstützt.
Angeblich setzt das Update wenigstens eine Version 1709 voraus, sonst ginge der Produktschlüssel nicht.
Gerätehersteller dürfen nur noch 64-bit Versionen einsetzen. Das Update ist aber weiter noch für 32-bit Versionen verfügbar.
 
Microsoft hat von Beginn an eine längere Liste von (bisher) inkompatiblen Geräten und Treibern veröffentlicht und empfiehlt, das Update nicht zu installieren, so lange der Update-Dienst nicht dazu auffordert.
 
Wie bei den letzten Funktionsupdates werden die Systemwiederherstellung aus geschaltet und TEMP-Verzeichnisse auf Default gesetzt.
Der NCP/Lancom/Bintec Advanced VPN-Client muß neu installiert/repariert werden.
Microsofts Server merken sich auch ohne Microsoft-Konto, welche Apps man unter Windows 10 installiert – offenbar anhand einer Hardware-Kennung.
Besucht man unter Windows 10 den MS Store, kommt man ins Staunen.
Auch ohne ein MS-Konto werden hier alle installierten Apps und Verläufe aufgelistet (siehe Screen von Borncity).
 
Ich war erstaunt, wie viel Mist dort läuft, ohne dass ich jemals den AppStore mit diesem PC betreten hatte.
Hier aktualisieren sich munter die unsinnigsten Programme und belegen die oft knappe Internet-Bandbreite.
Die Identifizierung erfolgt offensichtlich über eine Hardware-ID, wahrscheinlich ist das auch die ID für die Aktivierung des Betriebssystems.
Man bekommt einen kleinen Einblick, wie "gläsern" der PC gegenüber MS ist, auch wenn man denkt, dass man alles richtig macht.
Das Betriebssystem soll seine Daten lokal auf dem PC behalten und ohne ständigen Onlineaustausch arbeiten.
Diese Voraussetzungen erfüllt Windows 10 nicht.
Es ist wieder so weit,- seit 2.Oktober 2018 rollte Microsoft das Funktionsupdate 1809 aus.
Die Installation ist auf dem üblichen Weg möglich.
Das Rollout hat bereits begonnen, wie gewohnt wird das Update in Wellen ausgerollt.
Und wieder wird das Rollout nach wenigen Tagen wegen gravierender Fehler gestoppt: das Funktionsupdate löscht Dateien.
Eine KI von Microsoft überprüft den Ziel-PC auf Kompatibilität und rollt zuerst auf PCs ohne bekannte Probleme aus.

Wie üblich sollte vor dem Update ein Backup erstellt werden und der (Fremd-) Virenscanner zumindest deaktiviert werden.
Verschlüsselte Festplatten müssen ggf. vor dem Update enschlüsselt werden (bei Bitlocker nicht erforderlich).
 
Einige interessante Neuerungen sind:
  • Die Zwischenablage wurde verbessert und kann mehrere Informationen (z.B. Text und Bilder) aufnehmen. Über ein Microsoft-Konto lässt sich der Inhalt ab dieser Version zwischen mehreren Geräten teilen. (Vorsicht bei Passworten in der Zwischenablage!!)
  • Verbesserte Datenträgerbereinigung "Storage Sense" kann automatisch Speicher auf dem System freigeben.
  • Standardtreiber für Scanner und Drucker sind nicht mehr im System, sondern werden bei Bedarf über Windows Update geladen.
Microsoft hat im September die Versions-Lebensdauern geändert.
Beim Frühjahrs-Update werden neue Funktionen ausgerollt.
Das Herbst-Update bereinigt Fehler und bekommt eine längere Lifetime von 18 Monaten.
Daraus folgt, dass die Herbst-Version eine Art kleine Longtime-Release ist.
 
Will man das Update jetzt nicht installieren und installiert nicht per Softwareverteilung, kann im "Current Branc for Business" das Update verzögert werden.
 
Bisher aufgefallene Probleme:
  • Geräte-Datenbank wurde entschlackt, keine Standarddrucker ohne Internet-Download
  • ZIP-Funktion hat einen Bug (11/2018: beseitigt)
  • automatisches Registry-Backup RegBack funktioniert (wohl schon länger) nicht
    (C:\Windows\System32\config\RegBack)
  • Remote Desktop Verbindung läuft nur einige Sekunden stabil und friert dann ein.

Windows 10 Update 1809 hat keine Standard-Druckertreiber an Bord

Bisher enthielt Windows grundlegende Druckertreiber, die ein einfaches Drucken ermöglichten, falls kein spezieller Druckertreiber für das Gerät verfügbar war.
Die Treiber wurden mit dem Windows-Installationsabbild mitgeliefert.
Das Problem: Windows wird immer mächtiger und passte nicht mehr auf eine DVD.
 
Zukünftig werden Drucker- und Scanner-Treiber nicht mehr mit dem Betriebssystem ausgeliefert.
Die Treiber lassen sich ab Windows 10- Version 1809 bei Anschluss eines Geräts über Windows Update nachinstallieren.
 
Plug and Play funktioniert nun nur noch bei einer aktiven Internet-Verbindung.
Windows 10 nötigt den Nutzer an vielen Stellen zu einer aktiven Internetverbindung und wird damit im Sicherheitsbereich immer weniger anwendbar.
 
Quelle: BornCity
 

Nach anfänglicher kurzer Verzögerung wird das Update jetzt nach meinem Eindruck deutlich schneller verteilt als die letzten Funktionsupdates.
Das Ganze läuft so gut im Hintergrund ab, dass ich die Verteilung per WSUS erwäge.

Meine Erfahrungen:

 

 

Das Fall Creators Update hat wieder eine Menge Neuerungen zu bieten.

 

  • NEU: Windows Defender Security Center mit diversen neuen Sicherheitsfunktionen.
  • Das neue integrierte "Windows Defender Exploit Guard" ersetzt das eigenständige EMT.
    Voraussetzung: Windows Defender wird als Virenscanner genutzt.
  • "Überwachter Ordnerzugriff" läßt nur vertrauenswürdige Prozesse in Ordner schreiben.
  • Browser-Sandbox für IE und Edge - funktioniert nur in der Enterprise-Version.
  • SMB1 ist bei Neuinstallation nicht mehr verfügbar. Bei Home und Prof betrifft das nur den Server, bei Enterprise und Education auch den Client.
  • Das Netzwerk läßt sich nun in den Verbindungseigenschaften per Button von Öffentlich auf Privat umstellen.
  • Update-Funktion kann Benutzer automatisch anmelden, um die Installation abzuschließen (Neu: SHUTDOWN /g bzw. /sg).
  • Update-Funktion kennt neue Details wie Bandbreitenoptimierung, monatliches Upload-Limit, Aktivitätenmonitor.
  • Neues Menue: System / Speicher - zur HD-Bereinigung.
  • Kommandozeilenwerkzeug erhält ein Farbenmenue.
  • Taskmanager zeigt auch Leistungsdaten der GPU.
  • Windows Media Player wird deinstalliert.
  • Neue Edition: Windows 10 Pro for Workstations.

 


Meine Erfahrungen:

  • Datenschutzeinstellungen werden beim Update wieder nicht übernommen.
  • TEMP-Variablen werden beim Update auf Default zurück gesetzt.
  • Update schlägt gelegentlich bei installiertem NET.Framework 3.5 fehl.

Das neue Windows 10 Creators Update ist da und wird seit 11.April über die Update-Funktion ausgerollt.
Obwohl die Neuerungen in erster Linie im 3D- und VR-Bereich liegen sollen, ist für jeden etwas dabei.
Ich finde folgende Änderungen erwähnenswert:

  • der Update-Prozess überträgt jetzt nur noch geänderte Dateien und nicht mehr stur ganze Images. Das soll ca. 35% Datenvolumen weniger sein
  • Registry-Editor bekommt eine Adresszeile mit Kopieren/Einfügen der Position
  • Datenschutzeinstellungen werden transparenter erklärt und sollen an einer Stelle zusammen gefaßt werden. Das Creators Update hält sich laut Microsoft an die Datenschutz-Voreinstellungen des Nutzers. (Das kann ich leider nicht bestätigen.)
  • Dienste werden bei > 3.5GB RAM nicht mehr in einem SVCHOST-Prozess gruppiert, beeinflussen sich weniger und sind transparenter
  • alle Verbindungen lassen sich nun einzeln als getaktete Verbindungen einstellen (wichtig für WLAN, LTE-Router u.ä.)

Mit der derzeitigen "Windows-as-a-service" Strategie von Microsoft muß jeder Nutzer in absehbarer Zeit auf die neue Build updaten, weil sonst die Unterstützung mit Sicherheitspatchen endet.
So endet der Support für Win10 Build 1511 für Unternehmensanwender bereits am 26.3.2017.

Erste Erfahrungen:

  • Standard-Apps für Browser, Foto, Musik usw. werden wieder auf Default gesetzt.
  • der Einrichtungsdialog für die Datenschutzeinstellungen muß komplett neu durchgedrückt werden, alte Einstellungen werden nicht übernommen.
  • Datenschutzeinstellungen müssen in jedem Nutzerprofil (!) einzeln neu gesetzt werden.
  • Updates lassen sich jetzt ohne Tricks für eine gewisse Dauer zurück stellen.
  • Es gibt neue Gruppenrichtlinien. Neue Vorlagen aus "C:\Windows\PolicyDefinitions\" zum Domaincontroller (\\[DC]\sysvol\[Domain]\Policies\PolicyDefinitions) kopieren.

Ich kann und will diese Entscheidung niemandem abnehmen.

So sah mein Patchday unter Windows 10 aus: (Juli.2016 / August.2016)

Dieser Vorgang dauert bis zu mehreren Stunden und installiert Windows faktisch neu.

Kleine Sicherheitsupdates müssen sein, aber bevor mein ganzes System neu ausgerollt wird möchte ich gefragt werden.
Mein Windows soll für mich arbeiten, wenn ich den PC ein schalte. Sofort.
Ich erwarte ein stabiles und beständiges System.

2016-08-01/anniversary update: Das MS Update maßte sich an, die Classic Shell "aus Sicherheitsgründen" zu blockieren.
Einige Gruppenrichtlinien, mit denen Datenschutzeinstellungen vorgenommen wurden, funktionieren nun nicht mehr. Mit Absicht. Gruppenrichtlinien sind das Verwaltungsinstrument von Microsoft, keine Fremdlösung.
Ein vergangenes Update hat Sicherheitseinstellungen eigenmächtig zurück gesetzt. Star Money und sogar Kaspersky Endpoint Security (die Commercial Release !) laufen nicht mehr. Das Kaspersky-Update kam erst 14 Tage nach dem MS Rollout.

2016-08-23: Kummulatives Update legt Powershell-Funktionen lahm, die in Firmen genutzt werden. Ein Fix ist für den 30.8. geplant.

2016-11-01: Windows Update entfernt alle Netzwerkdrucker.

Aber das Windows-Update kommt zwangsweise und ohne zu fragen.
In der Pro- und Enterprise-Version lassen sich Funktionsupdgrades um 4 Monate und Updates um 4 Wochen zurück stellen (per Button, GPO oder RegKey). Die Einstellung hat keinen Einfluss auf Sicherheitsupdates.
Diese Einstellung empfehle ich im gewerblichen Umfeld dringend.
https://technet.microsoft.com/en-us/itpro/windows/plan/windows-update-for-business

Firewallregeln im Windows oder Updatedienst deaktiveren greifen übrigens nicht.

Was mache ich bei einem PC am Mobilfunkanschluß (LTE, UMTS..) ohne echte Flatrate?
Kein Windows 10 einsetzen.

Das Downgraderecht ist ein Endkundenrecht und wird in den Endkunden-Nutzungsbedingungen geregelt.
Für die Windows 10 Lizenzierung über OEM (vorinstalliert oder Systembuilder) greifen diese Bedingungen.
In Punkt 7 wird das Downgraderecht auf die zwei vorherigen Versionen beschrieben.

Zur Durchführung des Downgrades werden ein Datenträger sowie ein passender Aktivierungskey benötigt.
Weder Microsoft noch seine OEMs sind dazu verpflichtet diese zu liefern.
Der Kunde kann vorhandene Datenträger und Keys verwenden oder sein Systemhaus hilft bei der Bereitstellung.

Bis zum 31. Oktober 2016 ist der OEM berechtigt, neue Hardware mit Windows 10 Lizenz und vorinstalliertem Downgrade auf Windows 7 oder Windows 8.1 bereitzustellen. Dieses Recht endet nach diesem Termin.
Zeitgleich gehen Windows 7 und Windows 8.1 als Lizenz, vorinstalliert durch den OEM, End of License.
Mit anderen Worten: Ab dem 1. November 2016 kann ein OEM neue Hardware ausschließlich mit Windows 10 Lizenz und Windows 10 Installation ausliefern.

Wichtig: Das Endkundenrecht zum Downgrade, wie oben beschrieben, bleibt davon unberührt und ist auch nach dem 31. Oktober unverändert möglich.

Ein Beispiel aus der Praxis: Kleiner Mittelständler möchte Notebooks mit Windows 7 kaufen, aber in ein bis zwei Jahren auf Windows 10 umstellen.

Bis zum 31. Oktober 2016: # Der Kunde kauft Windows 10 Notebooks, durch den OEM lässt er jedoch schon vorab Windows 7 installieren. # In ein bis zwei Jahren macht er das Upgrade auf Windows 10 und nutzt die Lizenz, die er mit dem Notebook erworben hat.​

Ab dem 1. November 2016: # Der Kunde kauft Windows 10 Notebooks. # Er spielt (selbst oder durch einen Fachhändler) von einem vorhandenen Datenträger Windows 7 auf und aktiviert mit einem Windows 7 Key (dieser kann bereits in Verwendung sein). # In ein bis zwei Jahren macht er das Upgrade auf Windows 10 und nutzt die Lizenz, die er mit dem Notebook erworben hat.

Das Update gelingt meist problemlos und Windows 10 läßt sich verlustfrei auch über Windows 7 / 8 installieren. Alle Daten und Einstellungen bleiben auf Wunsch erhalten, die meisten Programme laufen wie gewohnt.
Trotzdem sichert man natürlich wichtige Daten vor dem Update!

- Antivirus möglichst vor dem Update deinstallieren. Zumindest aber aktualisieren. Hinterher Funktion überprüfen bzw. neu installieren.
- einige Programme (AutoCAD!) müssen ggf. neu lizenziert werden.
- normale (auch ältere) Anwendungen laufen wie unter Windows 7/8.
- NCP/Lancom VPN-Client muß deinstalliert und neu installiert werden.

Nutzer von Windows 7 oder Windows 8 konnten im ersten Jahr (dauerhaft) kostenlos auf Windows 10 umzusteigen.
Dieser Umstieg ist 04/2021 immer noch möglich. Eine offizielle Bestätigung gibt es aber nicht.
Für Windows 10 Volumen, Enterprise und Education gilt dieses Update- Angebot nicht.

Windows 10 MediaCreationTool direkt von MS laden:

https://www.microsoft.com/en-us/software-download/windows10

Vollständige ISO-Files:
https://www.computerbase.de/downloads/systemtools/windows-10/

Und wenn es knallt, hilft vielleicht das:
https://www.borncity.com/blog/2015/07/30/windows-10-upgrade-troubleshooting-faq-teil-1/

CMD Befehlszeile um ein Upgrade im Netzwerk ohne Reboot auszuführen (User wird nicht gestört und kann Neustart selbst ausführen):
\\pfad_zur_Win_10_1909_x64_ordner\setup.exe /auto upgrade /noreboot /migratedrivers all /ShowOOBE none /Compat IgnoreWarning /Telemetry Disable /DynamicUpdate disable

Durch entfernen von /noreboot kann man das Setup auch inkl. Reboot vollautomatisch bis zum Ende durchlaufen lassen.

Wichtig! Datenschutz-Einstellungen nicht auf Expresseinstellungen belassen!
Es muß praktisch jeder Schalter entgegengesetzt eingestellt werden, um keine private Abhöranlage zu installieren.
Praktisches Tool, auch für CommandLine Installation: https://www.winprivacy.de/
oder ShutUp von O6O Software: https://www.oo-software.com/de/shutup10

Nach Installation und Test mit Datenträgerbereinigung vorhergehende Windows-Installation (Windows.old) löschen. Das sind einige GB. Danach ist aber kein Rollback mehr möglich!

Beim Upgrade entstehen 2 ziemlich große Ordner auf dem PC:
$Windows.~WS (4,5 GB) - der Download-Ordner mit den Upgrade-Dateien
$windows.~BT (650 MB) - der Ordner, der durch das Media Creation Tool erstellt wird.
Die Ordner sollten nach erfolgreichem Update verschwunden sein bzw. können gelöscht werden.

Die Update-Verteilung in Windows 10 funktioniert nach dem P2P-Filesharing Prinzip und erfolgt nicht zwingend von den MS-Servern.

PCs im LAN und auch im Internet, die das Update schon geladen haben, stellen es automatisch für andere Anwender bereit.
Eine feine Sache, wenn man mehrere PCs hat. Schlecht, wenn man ein Volumenkontigent hat.
Die Funktion ist standardmäßig aktiviert. Die Einstellung befindet sich unter Update und Sicherheit --> Windows Update --> Erweiterte Optionen --> Übermittlung von Updates.

von Uwe Kernchen

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